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Chor St. Martin 1973
Jubiläum mit Bachs h-Moll-Messe

Am 29. September feiern beide Chöre der Gemeinde ihr Jubiläum mit der anspruchsvollsten Aufgabe ihrer Geschichte, der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach.

Chor-Geschichten 2013

Im Jahr 2013 feiern beide Chöre der Gemeinde ein Jubiläum, der Chor St. Martin 40 Jahre, die Martinis 25 Jahre. Gemeinsam wagen sich die Chöre, geleitet von Kantor Franz Fink, an Bachs große h-Moll-Messe, die Zusammenfassung seines Schaffens, im Konzert am 29. September, 17 Uhr.

Chor St. Martin - seit 1973

1973 gab sich der Kirchenchor der Gemeinde St. Martin in Idstein den Namen Chor St. Martin, mit dem Ziel, anspruchsvolle Kirchenmusik auch über den Bereich des Gottesdienstes hinaus zu vermitteln. Der Chor begann sein Wirken mit ungefähr 20 Sängerinnen und Sängern am 1. Advent 1973. Die erste Chorleiterin, Regina Depenheuer, singt heute im Sopran, auch weitere Mitglieder sind dem Chor treu geblieben oder zurückgekehrt. Das Ehepaar Annethee und Dieter Schnell, bekannt durch die Förderung der Orgel, war von Anfang an dabei. Pfarrer Klaus Schmidt ist Chormitglied, seit er im Frühjahr 1974 sein Amt antrat.

Nach der Orgelweihe 1974 sang der Chor regelmäßig in Gottesdiensten sowie zwei bis drei Konzerte im Jahr, unter anderem in den ersten Jahren Kantaten von Buxtehude und Bach, Mozarts Spatzenmesse und Schuberts Psalm 23. Chorproben endeten mit einer "Nachbereitung", "bei denen wir mit geistigen Getränken zum Kern der Sache kommen". Darüber hinaus pflegt der Chor bis heute die Geselligkeit durch Grillabende, Wanderungen und Chorreisen, wie zum Beispiel 1998 nach Dresden und 2006 zu englischen Kathedralen.

Regina Depenheuer war Chorleiterin bis Mai 1980. Für eine Übergangszeit wirkte Dieter Schnell als Chorleiter, bis Martina Kürschner im Dezember des Jahres das Amt übernahm. Sie führte zum Beispiel 1981 Bach-Kantaten zusammen mit dem Hochschulchor Darmstadt auf. 1985 sang der Chor Mendelsohn's Kantate "Wer nur den lieben Gott lässt walten.

 

Von 1989 bis 1991 war Thomas Gabriel Kantor, der für seine "Missa mundi" zum Weltjugendtag 2005 in Köln bekannt ist.Der Chor studierte 1990 Reinhard Keisers Markuspassion ein und Bruckners Messe in C. 1991 folgte Mozarts Vespermusik "Vesperae solennes de confessore". Gabriel gründete 1988 die Martinis als einen Chor von Jugendlichen.

 

Seit 1992 leitet Franz Fink die Kirchenmusik. Er begann mit Vivaldis Magnificat und  Bachs Kantate "Brich dem Hungrigen dein Brot", BWV 39, gefolgt von der Weihnachtshistorie von Heinrich Schütz. Größere Projekte wie Rutters Magnificat (1996) und Requiem (2001), Puccinis "Messa di Gloria" (1999) und Brittens "The Company of Heaven" (2001) führte er in ökumenischer Zusammenarbeit durch, für Konzerte in Idstein und im Rheingau mit dem Kirchenchor Geisenheim (heute Neue Rheingauer Kantorei) unter Tassilo Schlenther. Seit 2003 vereint er regelmäßig den Chor St. Martin und die jugendlichen Martinis im Konzert. In Zusammenarbeit mit der Idsteiner Kantorei erklangen Haydns "Die Schöpfung" zum Hessentag 2002 und Verdis Requiem 2010.

 

Namhafte Solisten und Orchester wirkten in Chorkonzerten mit, so sang Gerd Türk 1979 in einer Aufführung der Spatzenmesse, Andreas Scholl 1998 in Bachs Matthäuspassion und 2011 in Händels Messiah, und die Sopranistin Christiane Kohl, die in Idstein aufwuchs, 2010 in Verdis Requiem.

Martinis - seit 1988

Die Martinis wurden 1988 vom damaligen Bezirkskantor Thomas Gabriel gegründet. Jörg Fried, seit 1989 dabei, erinnert sich:

 

Ich bin zwar das "dienstälteste" Martinis-Mitglied, aber ganz von Anfang an war ich auch nicht dabei. Ich bin erst im Frühjahr 1989 dazugestoßen.

 

Nun, wie fing alles an. Wenn ich mich recht entsinne, sollte seinerzeit denjenigen, die zu alt für den Kinderchor waren, eine Heimat geboten werden. Hinzu kam, dass es ein solches Angebot auch damals in der evangelischen Kirchengemeinde nicht gab. Was bot sich also eher an als einen solchen Jugendchor in St. Martin ins Leben zu rufen. Und wie sollte er heißen? Ganz einfach - Martinis, die Kleinen von St. Martin.

 

So begann 1988 unter der Leitung von Thomas Gabriel alles. Der Chor war damals in doppelter Hinsicht gemischt - Jungs und Mädels, Katholiken und Evangelische. Es gab zu Anfang sogar Zeiten, in denen mehr Evangelische zu den Ativen gehörten als Katholiken. Aber beim Singen merkt man das ja nicht - da singen alle gleich falsch :-)

 

Den ersten großen Auftritt außerhalb gab es 1989 im Kirchenpavillon der Bundesgartenschau in Frankfurt. Dann kamen immer mehr Anfragen. Wir sangen zu Priesterweihen im Linburger Dom, gestalteten die Kathechetenfeste im Priesterseminar mit (nicht nur musikalisch, auch als Schauspieler bei Theaterstücken), sangen beim Katholikentag 1998 in Mainz, bereicherten die Pfarrfamilienabende mit Sketchen und Liedern. Wir sangen auf Hochzeiten von Mitsängern, gestalteten Gottesdienste und waren gleichberechtigte Partner bei großen Konzerten des Kirchenchores.

 

1992 übernahm dann Franz Fink als neuer Kantor die Martinis. Das Repertoir änderte sich langsam. Während Thomas Gabriel als Jazzmusiker eher in die Moderne mit neuem geistlichen Lied schaute und auch das eine oder andere weltliche Stück aufnahm, ging es bei Franz ein wenig in die moderne klassische englische Richtung. Aber einen guten Chor kann nichts erschüttern, auch das haben wir überstanden.

 

Zum 20jährigen Jubiläum unseres Chores 2008 erfolgte die Umbenennung von "Jugendchor" in "Kammerchor". Dies trug auch der Entwicklung Rechnung, die unser Chor in den letzten Jahren gemacht hatte. Der Jugendchor entwickelte sich zu einem qualitativ äußerst hochwertigen und talentierten Chor. Das zeigt sich auch daran, dass neue Sänger nicht "einfach so" mitmachen können, sondern dass unser Chorleiter Franz Fink ein Vorsingen fordert.

 

Trotz allen Ernstes, der bei einem Chor dieser Qualität geboten ist, kommt auch der Spaß und die Freude nicht zu kurz. Neben Freizeiten gibt es Ausflüge und Grillfeste, die den Zusammenhalt fördern.

 

Rund 25 aktive Sänger stehen auf unsere Liste, dazu kommen noch 150 Ehemalige. Einige haben uns nach der Schule verlassen und sind dann nach dem Studium oder der Ausbildung zurck gekommen. Die Altersspanne der Aktiven geht von 14 bis 53 Jahren - eine sehr große Spanne, und trotzdem fühlt sich hier niemand zu jung oder zu alt. Wir sind wir - und wir gehören einfach zur Pfarrgemeinde wie der Kirchturm zu Kirche.