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Zum Konzert

Lux Aurumque
3. Juni 2012
Die Ankündigung mit Probenfotos und weiterführenden Links zu den Komponisten und Werken.

Idsteiner Zeitung, 6. Juni 2012
Programm

Das Programmheft bietet die Texte und ihre Übersetzungen.

Weitere Information

Himmlische Sphären als Hörgenuss

Lux Aurumque, Rückblick auf das Chorkonzert 2012

Idsteiner Zeitung, 6. Juni 2012

 

KONZERT Geistliche Chormusik des 20. und 21. Jahrhunderts in der katholischen Kirche St. Martin

 

Im gemeinsamen Chorkonzert 2012 stellten der Chor St. Martin und der Kammerchor Martinis nicht wie gewohnt ein einzelnes bedeutendes Werk mit Solisten und Orchester vor, wie 2011 Händels Messiah, sondern Kantor Franz Fink zeigte die Vielfalt geistlicher Chormusik des 20. und 21. Jahrhunderts, wie sie in Gottesdiensten der Kirche eingesetzt wird.

 

Elf Chorwerke von neun Komponisten aus sechs Ländern waren zu hören, teils von je einem der Chöre, teils gemeinsam gesungen. Drei der Werke wurden für das Konzert neu einstudiert: „Lux Aurumque“ (Licht und Gold) des Amerikaners Eric Whitacre, das der Komponist durch die Aufführung mit einem Virtuellen Chor aus zwölf Ländern berühmt machte, „Komm, süßer Tod“ des Norwegers Knut Nystedt, der fünf vierstimmige Chöre Musik von Bach in unterschiedlichem stark gedehnten Tempo singen lässt, und die Uraufführung von „Halleluja St. Martin“, das Graham Waterhouse für die Idsteiner Gemeinde als Ruf vor der Evangelienlesung komponierte.

 

Bjanka Ehry wirkte in einigen Stücken an der Truhenorgel, in anderen an der Mebold-Orgel, sang in unbegleiteten Werken im Chor mit und bereicherte das Programm um zwei fein abgestimmte Orgelstücke von Jean Langlais und Charles Tournemire.

 

 

„Lux Aurumque“, eine vielstimmige Musik, die himmlisches Licht und Engelsgesang zum Ausdruck bringt, setzten beide Chöre gemeinsam in schimmernde Klangfarben um.

 

Der Schwede Jan Sandström fasste den vierstimmigen Satz „Es ist ein Ros entsprungen“ von Praetorius kostbar in einen achtstimmigen Summchor. Die überwiegend jugendlichen Martinis sangen „Rejoice in the Lord Alway“ des Engländers Andrew Carter auf einen Text aus dem Philipperbrief mit rhythmischen Konturen und ausdrucksvollen Linien.

 

Beide Chöre überzeugten im „Salve Regina“ des Esten Arvo Pärt im einstimmigen Gesang zur schwingenden Orgelmusik, im intensiven Ausbruch („in exsilium nos ostende“, zeige uns nach diesem Elend) und im zarten Ausklang („virgo Maria“, Jungfrau Maria). Den Segen „A Clare Benediction“ von John Rutter sangen die Martinis ergreifend schlicht. Im abschließenden „Ave Maria“ von Franz Biebl für zwei Chöre (1964) übernahmen sie den dreistimmigen Oberchor über dem vierstimmigen großen Chor, Franz Fink wendete sich zum Publikum und sang das Bass-Solo.

 

 

Die konzentrierten Zuhörer dankten mit anhaltendem Beifall für ein Konzert mit ungewohnten, für viele überraschend introvertierten Klängen. Sie wurden mit einer Wiederholung von „Lux Aurumque“ belohnt, noch leuchtender als zu Beginn des Programms.

 

Für die Finanzierung des neuen Cembalos spendeten sie mehr als 900 Euro. Das Konzert 2013 wird am 29. September 2013 Bachs Messe in h-Moll sein, mit der der Komponist gegen Ende seines Lebens eine Summe seines Schaffens zog.

 

Nach den Sommerferien ist ein guter Einstiegstermin für neue Chormitglieder.