Home Impressum Sitemap Druckversion Home

wer wir sind was wir tun einladung kirchenmusik unsere kirche kindergarten nachrichten kontakt
Mebold-Orgel

Franz Fink spielte im Gottesdienst am 4. September 2011. Am 18. September dirigierte er Händels MESSIAH.

Weitere Information

Orgelkonzert Vox humana

Vox humana heißt das letzte Register der Mebold-Orgel, das in einem Konzert am 30. Oktober 2011, 17 Uhr, vorgestellt wurde. Kantor Franz Fink, der die Disposition der Orgel maßgeblich beeinflusste, spielte Werke verschiedener Stilepochen.

 

Die Orgel wurde von der Firma Orgelbau Mebold 2006 gebaut und vollständig von der Gemeinde St. Martin finanziert, ermöglicht durch den Förderkreis, den Annethee und Dieter Schnell initiierten und unermüdlich unterstützten. Das Register Vox humana war von Anfang an geplant. Durch weitere Spenden wurde sein Einbau jetzt möglich.

 

Franz Fink stellte das neue Register in Musik aus unterschiedlichen Epochen vor. Der Bogen reichte von Samuel Scheidt über das französische Orgel-Barock, J.S.Bach, Vincenzo Petrali (1830-1889), Louis Lefébure-Wély und Jean Langlais bis hin zur Moderne.

Eine Spende für die Anschaffung eines italienischen Cembalos, einer Kopie nach Carlo Grimaldi (1697), wurde erbeten, um die Pflege alter Musik auf historischen Instrumenten durch die Capella Lignea zu fördern.

Vox celerium

Das Register der Mebold-Orgel Vox humana heißt in St. Martin Vox celerium, Stimme der Schnellen, so erläuterte Franz Fink zu Beginn des Konzerts. Er konnte zahlreiche Interessierte begrüßen, insbesondere von Orgelbau Mebold Frau Mebold und Mitarbeiter. Zuvor hatte Dieter Schnell einen kurzen Überblick über die Finanzierung der Orgel gegeben, die am 20. Dezember - mit dem letzten Weihnachtsbasar und einer Einzelspende - beendet wird.

 

Das Register heißt Vox celerium nach Annethee und Dieter Schnell, als Dank für ihren unermesslichen Einsatz für die Orgel. Nach einem Hinweis auf den Wind, der für den Heiligen Geist steht, begann Franz Fink mit einer kurzweiligen Folge von Musik durch die Jahrhunderte, die sinnvoll mit zwei Werken zum Thema Heiliger Geist begann, Veni creator spiritus von Samuel Scheidt und "Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist" von Johann Michael Bach. Im französischen Orgelbau heißt das Register Voix humaine und wurde vielfach eingesetzt. Es erklangen beispielhafte Werke der Barock-Komponisten Guillaume-Gabriel Nivers, Gaspard Corette (1670-1719), André Raison, Louis-Nicolas Clérambault und François Couperin. Johann Sebastian Bach war vertreten mit der Dorischen Toccata und dem Choralvorspiel "Dies sind die heilgen zehn Gebot", dessen kunstvolle Komposition erläutert wurde: zwei verspielte Stimmen umranken das Gerüst eines Kanons der Choralmelodie.

 

In großem Sprung spielte Franz Fink zwei Werke des 20. Jahrhunderts, "Pari Intervallo" von Arvo Pärt, das fast asketisch Intervalle schichtet, und das sehr melodische Adoration von Jean Langlais. Kontrastierend folgten fünf unterhaltsame Toccaten und Tänze, "Marcia" von Vincenzo Petrali, "Boléro de concert" von Lefébure-Wély, "Festival Toccata" von Percy Fletcher, "The Entertainer" von Scott Joplin und die virtuose "Toccata alla Rumba" von Andreas Willscher. Als Dank für den anhaltenden Applaus spielte Franz Fink einen letzten Tanz, der leise begann und endete, einen Tango von Piazzolla.

 

Es kamen über 700 Euro an Spenden zusammen für ein großes italienisches Cembalo, das Tony Chinnery in Vicchio/Florenz baut als Kopie eines Instruments von Carlo Grimaldi, Messina 1697.