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Paderborner Dom
Blick aus dem Chorraum in den Dom
Die Paderquellen

Chorfahrt nach Höxter, Corvey und Paderborn

24./25. September 2011

Als es hieß, wer möchte mit zur Chorfahrt, waren die Stimmen skeptisch. "Aber nicht mit dem Busunternehmen vom letzten Mal", war zu hören. Auch der Termin war nicht recht. Nach anfänglichen hin und her entschloss man sich auf Vorschlag des Vorstandes nach Höxter und Paderborn zu fahren. Was es da zu sehen gab, war keinem so recht klar. Aber was kann eine Chorgemeinschaft am besten fördern? Genau eine Chorfahrt.

Am Samstag ging es frühmorgens punktgenau 7 Uhr bei 5 Grad Celsius und einem wunderschönen Sonnenaufgang mit dem Bus los. Da uns kurzfristig die Stadtführung in Höxter wegen des ährlichen Huxori-Marktes abgesagt wurde, schoben die Organisatoren einen überraschenden Besuch in Hann. Münden ein. Wir konnten den Weserstein besichtigen und wussten danach wo das folgende Sprichwort herkam.

Wo Werra sich und Fulda küssen,
Sie ihre Namen büßen müssen.


Nach einem kurzen Rundgang in Höxter zu reichverzierten Fachwerkhäusern gab es in der Nähe ein sehr gutes und reichhaltiges Mittagsbuffet in der Gaststätte Honervogt´s Diel, welches durch verwandtschaftliche Beziehung zu einem Chormitglied ermöglicht wurde.

Das Nachmittagsprogramm sah einen Besuch in Corvey vor, einem bedeutenden karolingischen und barocken Kloster, welches den Titel „Weltkulturerbe“ anstrebt. Besonders beeindruckte die wertvolle Bibliothek, an der Hoffmann von Fallersleben gearbeitet hat.

In Paderborn bezog die Gruppe ihre Zimmer im Liborianum. Seinen Namen hat es vom Heiligen Liborius, dem Schutzpatron des Erzbistums Paderborn. Dieser Name begegnete uns in Paderborn noch öfter.

Der Termin des Chorfahrt hätte nicht besser gewählt werden können. Mit Dank an Regine Felsch, die uns auf die Spirituelle Nacht, einen Programmpunkt des Musikfestivals „Bach an den Quellen“, aufmerksam machte, konnten wir den Abend mit den verschiedensten kurzen Konzerten in den vielen Kirchen der Stadt, auch in Rathaus und Museum, genießen. Das Programm war so reichhaltig, dass es schwer war, Prioritäten zu setzen. Zur Auswahl standen zum Beispiel die Mädchenkantorei, kunstvolle Gesänge der Hildegard von Bingen mit Monochord, eine Kinder-/Jugendgruppe mit Violine, Fagott und 4 Harfen. Die Konzerte dauerten etwa 20 Minuten, dann war ein Wechsel zum nächsten Programm möglich. Der Abend beeindruckte durch die Vielfältigkeit der Darbietungen und Räume. Abends trafen sich einige noch zum gemeinsamen Ausklang des Tages.

Der Höhepunkt des Sonntags war sicherlich die Messe im Dom, wo unser Chor Sätze aus der Missa in F von Claudio Monteverdi und das Ave verum corpus von William Byrd singen durfte. Der Chor wurde herzlich empfangen und hatte einen hervorragenden Sitzplatz im Chorgestühl, von wo man den Dom wunderbar überblicken konnte.

Danach gab es noch reichlich Gelegenheit, Paderborn durch eine Dom- und Stadtführung kennen zu lernen. Hier sei besonders die Bartholomäus-Kapelle hervorgehoben, eine tausendjährige dreischiffige Hallenkirche, die eine beeindruckende Akustik aufweist, welche mehrfach ausprobiert wurde.

In Paderborn entspringt die Pader, mit 4 km Länge der kürzeste Fluss Deutschlands. Pro Sekunde sprudeln hier an verschiedenen Stellen 3000 bis 5000 Liter aus dem Boden, was das Stadtbild im unteren Teil besonders prägt.

Aber auch eine Chorfahrt geht mal zu Ende. Um 21:30 lief der Bus wieder in Idstein ein.

Die Chorfahrt war sehr gut gelungen, besonders das herrliche, sonnige Herbstwetter war passend bestellt. Man lernte Mitsänger besser kennen, und aus manchem „Sie“ wurde ein „Du“. Aber die Zeit auf der Fahrt wurde auch genutzt die nächsten Schritte für den neu gegründeten Förderverein der Gemeinde zu organisieren, sich über ein neues Logo des Vereins auszutauschen, oder restliche Büroarbeiten per Laptop zu erledigen, solange der Akku hielt. Die nächste Reise wird bereits ins Auge gefasst, Bamberg könnte das Ziel sein.

Ein herzliches Dank gilt allen Organisatoren, die Nerven und Zeit für die Fahrt geopfert haben, Franz Fink, der mit uns die Chorstücke eingeübt und aufgeführt hat und dem Busfahrer Kurt, der uns zuverlässig und souverän auch durch die engen Gassen von Höxter kutschiert hat und nicht vor einem kniffeligen Ausweichmanöver zurückschreckte.

Ein herzliche Dankeschön möchte ich an Gerda Arendt, Jürgen Rosch und Familie I lichmann aussprechen, die mir die Bilder zur Verfügung gestellt haben.

Uschi Stein