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Ob traditionell oder modern, wie hier in St. Martin: Die Geburtsszene in Bethlehem fasziniert in jeder Darstellung. Bild: Studio Gestaltungsart
Die Idsteiner Zeitung

berichtete am 23. Dezember 2009.

Hauch von himmlischem Zauber

Die neue Krippe - Ein neuer Blickfang in der katholischen Kirche St. Martin in Idstein

(iz). "Ich möchte eine ganz andere Krippe, eine die sich von den anderen Krippen unterscheidet und zu der modernen Kirche St. Martin passt." Mit diesen Worten gab Pfarrer Paul vor einem halben Jahr den Startschuss für das neue Projekt. Pünktlich zum vierten Advent wurde nun die neue Krippe in der katholischen Kirche der Gemeinde vorgestellt.

Dankbar sind die mit dem Gesamtprojekt beauftragten Christa Obersteiner und Matthias Kunert den ansässigen Handwerkern: "Ohne deren Zutun und Geduld hätten wir diese Neugestaltung nicht umsetzen können. Nur so konnte ein Glanzstück gelingen." Ein Glanzstück im wahrsten Sinne des Wortes: Die Lichteffekte in den Edelstahlgebilden lenken den Blick des Besuchers auf die einzelnen Szenen. Die durchdachte Art der Beleuchtung hebt besonders die Gesichter und die Gesten der Figuren hervor. Besonders in den Abendstunden vermittelt das Licht dem Besucher ein Gefühl von Kraft, Energie und Liebe und ein bisschen himmlischen Zauber.

Die Künstlerin Christa Wirth aus Laufenselden gestaltete neue Steinfiguren, so zum Beispiel die Heiligen Drei Könige und den Verkündigungsengel, passend zu den alten vorhandenen Figuren Maria, Josef und das Jesuskind. "So gelingt es in der Gesamtheit der Installation die Erwachsenen und vor allem die Kinder in eine stimmungsvolle Atmosphäre der Weihnachtszeit die die Geburt Jesus ausmacht, zu versetzen", sagt Matthias Kunert.

Bei der Gestaltung wurde großen Wert darauf gelegt, die Gegend von Bethlehem naturgetreu nachzubilden, um die Geburt so darzustellen, wie sie aus der Bibel überliefert wurde. In der ersten Szene wird die Quelle mit Gänsen, die sich am Wasser aufhalten, dargestellt: Durch die Menschwerdung des Sohnes Gottes ist der Menschheit eine neue Quelle aufgebrochen, eine Quelle neuen Lebens.

Die Stadt Bethlehem liegt in der Wüste Judäa. Sie ist umgeben von einer Berglandschaft - Moabiterberge, die in der nächsten Szene dargestellt werden.

Im Vordergrund sieht man die Wanderschaft von Kaspar, Melchior und Balthasar. Wie die Bibel überlieferte, kamen Sternendeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: "Wo finden wir den neugeborenen König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um uns vor ihm niederzuwerfen."

Inmitten der Landschaft steht die Krippe mit Maria, Josef und dem Jesuskind. In dieser kalten und unwirklichen Umwelt brachte Maria das Jesuskind zur Welt. Zum Aufwärmen hatten sie nur Ochs und Esel, und ein kleines Feuer.

Der Verkündigungsengel der den aus dem Schlafe aufschreckenden Hirten die Geburt Christi verkündet, steht erhoben über der Metallkrippe, rechts vom Verkündigungsengel der Stern von Bethlehem. Er soll nach dem Matthäus- Evangelium in einer sternenklaren Nacht den Weg nach Bethlehem gewiesen haben. In der letzten Szene sind Hirten mit ihren Schafen zu sehen. Als der Engel im Himmel zurückgekehrt war, sagten die Hirten: "Kommt wir gehen nach Bethlehem und sehen uns an, was da geschehen ist."

Die katholische Gemeinde lädt alle Menschen in ihre Kirche ein, um beim Betrachten ein Gefühl von Frieden und Liebe mitzunehmen und an andere Menschen weiter zu geben. Eine ausführliche Beschreibung wird in der Kirche ausgehängt; speziell für Kinder wurde in Bildern und leicht verständlichen Texten die Weihnachtsgeschichte angebracht.