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Chorkonzert

12. Juni 2016, 17 Uhr, St. Martin
Öffentliche Generalprobe:
11. Juni 2016, 19 Uhr, Berger Kirche, Bahnhofstraße 57, 65611 Brechen

Rossini: Petite messe solennelle

Eri Uhlig, Sopran (Frankfurt)
Claudia De Muro-Kratz, Alt (Frankfurt)
Christoph Claßen, Tenor (Frankfurt)
Kei Higashiura, Bass (Frankfurt)

Kammerchor Ehrenbach

Robert Paul, Klavier (Idstein-Ehrenbach)
Stefanie Hazenbiller, Akkordeon (Wiesbaden)
Rainer Bittner, Leitung (Frankfurt)

Eintritt frei, Spende erbeten

Probe in der Kirche am 21. Mai 2016
Hintergrund

Mehr zu Rossinis Werk auf Wikipedia, deutsch und englisch (mit vielen Bildern)

Probe in der Berger Kirche

Rossini: Petite messe solennelle

Am 12. Juni 2016, 17 Uhr, erklang zum ersten Mal in St. Martin die Petite messe solennelle von Gioachino Rossini, eine groß angelegte Messe in kleiner Besetzung. Der berühmte Opernkomponist schuf das Werk, nachdem er sich bereits Jahrzehnte zuvor aus dem Opernbetrieb zurückgezogen hatte. Es erlebte seine erste Aufführung in Paris im neuen Haus eines adeligen Ehepaars. Für den kleinen Raum entstand ein kammermusikalisches Werk in der ungewöhnlichen Besetzung für mindestens acht Sängerinnen und Sänger, zwei Klaviere und Harmonium. Viele Sätze sind für einen meist vierstimmigen, doch manchmal bis zu achtstimmigen Chor geschrieben. Solostimmen erscheinen als Teil von Chorsätzen, aber auch in opernhaften Arien.

Rossini schrieb in einer ironischen Widmung an den „lieben Gott“: „hier ist sie, die arme kleine Messe. Ist es wirklich heilige Musik (musique sacrée) oder doch vermaledeite Musik (sacrée musique)? Ich bin für die Opera buffa geboren. Du weißt es wohl! Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“ Rossini selbst verfasste später eine Fassung mit großem Orchester.

Die Ausführenden boten am Vortag, 11. Juni, eine öffentliche Generalprobe an, die mit Rücksicht auf die Vorabendmesse am Samstagabend in der Berger Kirche stattfand.

Kammerchor Ehrenbach

Der Kammerchor Ehrenbach bildete sich 2014 mit dem Ziel, das Werk in der klein besetzten Gestalt aufzuführen, die Rossini sich wünschte. Einige Choristen gehören dem Chor St. Martin an, andere kommen aus der Region Rhein-Main. Professionelle Solisten singen teilweise im Chor mit. Der Tenor Christoph Claßen ist in guter Erinnerung durch seine Gestaltung des Evangelisten in Bachs Weihnachtsoratorium in St. Martin 2004. Der Bariton Kei Higashiura studiert Gesang an Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt.

Der Initiator des Projekts, Robert Paul, übernahm den anspruchsvollen Klavierpart. Sein Steinway-Flügel wurde für die Idsteiner Aufführung in die Kirche transportiert. Anstelle des Harmoniums wurde ein Akkordeon eingesetzt, das im Klang dem Druckwind-Harmonium des 19. Jahrhunderts näher kommt als das heute üblichen Saugwind-Harmonium. Stefanie Hazenbiller spielte auf dem Akkordeon neben der Chorbegleitung das ausgedehnte Solostück Preludio religioso, das Rossini für das Offertorium komponierte. Während Robert Paul und die Sopranistin Eri Uhlig den Chor einstudierten, konnte für die Leitung des Konzerts der erfahrene Dirigent Rainer Bittner gewonnen werden.

O salutaris hostia

Rossini bezeichnete die Messe als die letzte Sünde seines Alters. Das Werk ist zwar klein besetzt, doch groß angelegt. Zusätzlich zu den üblichen fünf Teilen einer Messe enthält sie ein instrumentales Stück zur Gabenbereitung, das er Preludio religioso nannte, und eine Sopranarie O salutaris hostia.

Christe eleison, im vierstimmigen Chorsatz a capella

Die Messe wirkt wie ein Vermächtnis, in einer gelungenen Verbindung von Ironie und Beschwingtheit mit religiösem Ernst und großer Tiefe.

Gelungenes Konzert