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Ökumenisches Chorkonzert


Karl Jenkins:
Gloria & Te Deum

Sonntag, 8. Februarr 2015, 17 Uhr
Dienstag, 10. Februarr 2015, 20 Uhr

Te Deum
Palladio
Gloria

Idsteiner Kantorei, Chor St. Martin, Martinis
Nassauische Kammerphilharmonie
Leitung: Franz Fink (Te Deum) und Carsten Koch (Palladio, Gloria)

Kath. Pfarrkirche St. Martin
Wiesbadener Str. 21, Idstein

Sonntag: 25 / 22 / 18 Euro für feste Plätze
Dienstag: 21 Euro bei freier Platzwahl

Karten sind über Chormitglieder zu bekommen und können telefonisch bestellt werden: 06126-2660.

Vorverkaufsstelle: Bürobedarf Schneider
(gegenüber Fresenius)
Limburger Straße 9
65510 Idstein
Tel : 06126-3314

Am Sonntag wird eine Kinderbetreuung angeboten, Interessenten mellden sich bitte per Email (idsteiner-kantorei@ev-kirche-idstein.de) oder telefonisch, 06126-2660.

Schon gewusst?

Das Gloria von Karl Jenkins enthält den 150. Psalm auf Hebräisch.
... that Karl Jenkins (pictured) derived Palladio, a concerto grosso for string orchestra named after Palladio, from his TV commercial for De Beers diamonds?
.. that Karl Jenkins conducted the premiere of his Te Deum , "a joyous, theatrical piece", in the European Capital of Culture]of 2008, Liverpool?

Karl Jenkins: Gloria & Te Deum

 

In einem ökumenischen Chorprojekt bereiteten drei Chöre ein Konzert vor, das am Sonntag 8. Februar 2015 (17 Uhr) und am Dienstag 10. Februar 2015 (20 Uhr) in St. Martin aufgeführt wuirde, da die Unionskirche derzeit restauriert wird.

 

Der walisische Kompoist Karl Jenkins, der vor allem durch Musik für die Werbung bekannt ist, schrieb zahlreiche geistliche Werke, zum Beispiel 1999 die Messe für den Frieden The Armed Man: A Mass for Peace. Jenkins beschäftigt sich intensiv mit den Gottesvorstellungen anderer Religionen und bezieht oft deren Texte in seine Werke ein. 2008 vertonte er das Te Deum, auch als Ambrosianischer Lobgesang bekannt, für Chor und Orchester als Beitrag zu den Feierlichkeiten, als Liverpool Europäische Kulturhauptstadt war. Er dirigierte selbst die Uraufführung. 2010 komponierte er Gloria für den Londoner Projektchor The Really Big Chorus, der das Werk in der Royal Albert Hall zum ersten Mal aufführte. Der Text enthält außer dem Gloria der Messe, das vom weihnachtlichen Lobgesang der Engel ausgeht, den 150. Psalm in hebräischer Sprache und ein englisches Lied.

 

In Idstein teilten sich die beiden Kantoren, Carsten Koch für die Idsteiner Kantorei und Franz Fink für Chor St. Martin und Martinis, das Dirigat, es spielte die groß besetzte Nassauische Kammerphilharmonie. Die Streicher des Orchesters führten außerdem Palladio auf, ein Werk aus dem Jahr 1993, das an den italienischen Architekten und die Strukturen seiner Bauwerke anknüpft.

 

Das Projekt war das dritte, in dem die Chöre gemeinsam ein Konzert gestalten, nach Die Schöpfung von Joseph Haydn 2002 zum Hessentag, noch mit Kantor Edwin Müller, und dem Requiem von Giuseppe Verdi 2010.

 

 

Te Deum, geleitet von Franz Fink, am 8. Februar 2015
Interview mit den Kantoren

Am 5. Februar 2015 erschien in der Idsteiner Zeitung ein Interview, das Beke Heeren-Pradt mit den Kantoren Franz Fink und Carsten Koch führte, unter dem Titel:

 

Ganz neu und andersartig

 

Fink: Die Musik von Karl Jenkins ist frisch und kraftvoll, rhythmisch und erinnert in vielen Teilen an monumentale Filmmusik. Die Sängerinnen und Sänger unserer Chöre müssen im Laufe ihres kirchenmusikalischen Dienstes im Kirchenjahr oft genug Chorliteratur proben und aufführen, die eher streng und konventionell komponiert ist.

Koch: Vielen Chormitgliedern ist die Freude an dieser energievollen und unkomplizierten Musik schon in den Proben anzumerken. Es sollte einmal mehr etwas ganz Andersartiges und Neues sein, das wir erarbeiten und im gemeinsamen Konzert zum Klingen bringen.

 

 

Carsten Koch dirigiert das Gloria in der Probe am 8. Februar.
Die Frauenstimmen der Martinis singen das Lied im Gloria.
Rezension

Im Kulturteil der Wiesbadener Zeitungen erschien am 10. Februar eine Rezension von Manuel Wenda: Drei Idsteiner Chöre singen Musik von Karl Jenkins. 

Sie schließt: "Sonderapplaus gab es für den auf Hebräisch gesungenen Psalm 150 „Tehillim - Jauchzet dem Herrn“. Hier finden sich jazzige und keltische Anklänge, die Sängerinnen und Sänger klatschen an einigen Stellen den Rhythmus mit. Das Lied „I’ll make music“ überzeugte in seiner Einfachheit. Zum großen Gestus kehrten die Interpreten im Schlusssatz zurück, den sie mit Präzision und Spielfreude darboten."

 

Drei Idsteiner Chöre singen Musik von Karl Jenkins

Von Manuel Wenda

IDSTEIN - Karl Jenkins ist ein Komponist, der zwischen vielen Stilrichtungen wandert. Der Waliser entstammt einem musikalischen Elternhaus, früh kam er mit Kirchenmusik in Berührung, er spielte allerdings ebenfalls in Jazzformationen und experimentierte mit Popmusik. Seine Werke sind originell, und natürlich auch im positiven Sinne eklektizistisch. Kaum ein anderer Komponist erreicht eine so breite Zuhörerschaft. Einige seiner bekanntesten Stücke entstanden für Werbespots. Das weltberühmte „Adiemus“ wird bei so vielen Gelegenheiten eingeblendet, dass es mittlerweile eine durchaus nervtötende Wirkung entfalten kann.

 

Kontrastprogramm

Nachdem die Chöre der Idsteiner Kirchengemeinden in den vergangenen Jahren Joseph Haydns „Die Schöpfung“ und Verdis „Requiem“ aufgeführt hatten, gab es nun mit einem reinen Jenkins-Konzert ein Kontrastprogramm. Dieses Experiment glückte, am Ende feierte das Publikum die Idsteiner Kantorei, den Chor St. Martin und die Martinis sowie die Nassauische Kammerphilharmonie.

 

Groß ist die Chortradition auf den britischen Inseln, Jenkins sieht sich als Teil von ihr. Sein Ansatz ist es, Überliefertes und Bewährtes in einem zeitgemäßen Gewand erscheinen zu lassen. „Te Deum“ wurde 2008 in Liverpool uraufgeführt. In St. Martin gelang den Sängerinnen und Sängern mit dem Orchester unter Franz Fink eine schöne Interpretation dieses sich wohlgemut entwickelnden Lobgesangs. Die Streicher der Nassauischen Kammerphilharmonie spielten die Suite „Palladio“, die Jenkins eigens für eine Diamantenwerbung schrieb, nun dirigierte Carsten Koch. Klangschönheit prägte die Darbietung, die geschickt gewobenen Harmonien des „Largo“ kamen ebenso wie der Groove des „Vivace“ zur Geltung.

 

Das dramatischste Werk war das „Gloria“. Für ein ökumenisches Konzert eignet es sich besonders gut, es richtet sich nicht nur an Angehörige christlicher Konfessionen, sondern auch an Buddhisten, Hindus und Muslime. Koch leitete die resolute „Anrufung“ ein, die Perkussionisten trieben die Aufführung an.

 

Sonderapplaus gab es für den auf Hebräisch gesungenen Psalm 150 „Tehillim - Jauchzet dem Herrn“. Hier finden sich jazzige und keltische Anklänge, die Sängerinnen und Sänger klatschen an einigen Stellen den Rhythmus mit. Das Lied „I’ll make music“ überzeugte in seiner Einfachheit. Zum großen Gestus kehrten die Interpreten im Schlusssatz zurück, den sie mit Präzision und Spielfreude darboten.